Nepali Rotznäschen e.V. MED
Medizinische Projekte mit Dr. Rainer & Anne Claußnitzer



Januar 2023

Die Patienten werden telemedizinisch betreut. Wir bekommen laufend aktuelle Informationen.


          Nach Augenoperation in Biratnagar

Verbrühungswunden heilen gut.

Lebensmittel für Schwerkranke

 

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Allen Unterstützern, Spendern, Freundinnen und Freunden  ein gutes neues Jahr  und Dank
für das uns  entgegengebrachte Vertrauen. Wir stemmen auch 2023.



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                                              Medizinischer Hilfseinsatz
                                                       Nepal 2022


Nach Monaten der Vorbereitung starten wir, Dr. Rainer und Anne Claußnitzer, zu einem neuen Hilfseinsatz nach Nepal.
Bhala, unser Projektpartner aus vergangenen Jahren hatte über die “Ngima Dawa Foundation” angefragt, ob wir zwei weitere abgelegene Dörfer (Salewa und Kulung) im Aruntal besuchen können.
Viele Informationen über die Region, die Bevölkerung, die Krankenstationen (Health Posts) und das evtl. benötigte Material wurden ausgetauscht.
Unsere Hebamme Pramika und ihr Mann Bikash aus Kathmandu sind wieder im Team dabei. Petra aus Südtirol trifft voller Energie und Vorfreude ein. Als Projektkoordinator wird Sovit aus Chheskam von Bhala verpflichtet.

                                                                     Kathmandu  - ein chaotisches Häusermeer

                                                                                                                Das Team

Unsere Dörfer Salewa und Kulung im Aruntal

Nach herzlicher Begrüßung durch Pema Doma Sherpa von der “Ngima Dawa Foundation” und fröhlichem Wiedersehen mit vielen vertrauten Menschen treffen wir letzte Vorbereitungen und starten dann mit Buddha Air zu einem Inlandsflug nach Tumlingtar. Das Wetter ist gut und wir freuen uns an dem wunderbaren Ausblick auf die gesamte Himalayakette!

Flug von Kathmandu nach Tumlingtar



Ankunft in Tumlingtar



Bei Ankunft wartet schon der Jeep und die Fahrt zum Dorf Salewa kann beginnen. Der erste Teil des Weges ist uns vertraut seit wir 2013 erstmalig im Aruntal (gemeinsam mit HNFF, “Himalaya Nettel Fibre Foundation”) medizinische Workshops und Sprechstunden organisierten. Damals konnten wir nur zu Fuß unterwegs sein, eine Fahrpiste gab es noch nicht.

Jeepfahrt entlang des Arun

 


Im kleinen Ort Kattike tragen wir das Gepäck über eine Hängebrücke, um dann mit einem weiteren Jeep die Fahrt fortzusetzen. Ausgewaschen und zum Teil abgerutscht ist die Piste, Erdrutsche sind erst kürzlich nach dem Monsun wieder freigebaggert und so plagt sich der Jeep in fast fünf Stunden die etwa 25 km bergauf und bergab. Zwischenstopp wegen Autoreparatur. Dreimal müssen wir einen Zufluss des Arun durchfahren und haben Glück, dass der Wasserstand nicht zu hoch und die Strömung nicht zu stark ist.





Am späten Nachmittag kommen wir in Salewa an. Es ist ein kleines ärmliches Dorf und das Dämmerlicht lässt den Health Post noch abweisender erscheinen. Der Bürgermeister begrüßt uns. Seine Familie hat zwei Räume für uns vorbereitet und wir richten uns ein.

 





Anderntags inspizieren wir den Health Post und beginnen mit Aufräumen, Putzen und Vorbereiten unserer Materialien für die workshops und Sprechstunden. Wie so oft ist es unverständlich, dass vorhandene Materialien und Räume nicht gepflegt sind. Nur zögernd schließen sich die Mitarbeiter/innen diesen Arbeiten an. In den nächsten Tagen wird es viel zu tun geben…




Am ersten Tag der workshops treffen alle angemeldeten Teilnehmer/innen ziemlich pünktlich ein. Zunächst werden noch Begrüssungsreden vom Bezirksbürgermeister und vom Chef des Health Posts gehalten, dann uns wunderschön gefädelte Blumenketten umgehangen und feierlich ein Licht zur geistigen Erleuchtung entzündet.

 




  • Bikash beginnt mit seinem Referat zum Disaster_Management. Er hat sich sehr gut in die Materie eingearbeitet und kann als Lehrer frei kommunzieren. Manche Situation kann Pramika in einfacheren Worten gewohnt lebhaft umschreiben, so dass viele Fragen zu beantworten sind. Wo ist der nächste beste Platz im Dorf bei einem neuen Erdbeben, einem Brand oder einem Erdrutsch? Wer koordiniert die Hilfe zunächst im Dorf für Betroffene? Wer sorgt für Hilfe von auswärts und welche Notrufnummern sollten auf den mobilen Telefonen gespeichert sein? Passend zum Thema unterrichte ich danach den ersten Teil zu First Aid. Einfache Schautafeln zeigen verschiedene Verletzungsarten, was Ersthelfer tun können und wie Patienten für weitere Hilfe transportiert werden sollen. Pramika übersetzt und wie schon beim ersten Referat wird eifrig mitgeschrieben und viel gefragt. So ist es nur eine ganz kurze Pause bis zu den Sprechstunden.



 








Zahlreiche Bewohner auch umliegender Doerfer haben sich auf den Weg gemacht. Hier im Ort war seit viele Jahren kein Arzt. Etwa drei Stunden Fußmarsch entfernt kam während der ersten Coronawelle ein Mediziner, um den Health Post Kulung als Covidstation einzurichten. Es sind alle gefordert, den Ablauf zu koordinieren. Petra leistet Großartiges. Sie ist Management gewohnt und kann sich durchsetzen!

Pramika übersetzt bei Rainer, Bikash steht mir bei der Brillensprechstunde zur Seite. Wieder haben wir vom Optikergeschäft Möller in Reutlingen viele Brillen (vor allem zum Lesen) bekommen, die von Kunden zurückgebracht wurden. Schön geputzt und ausgemessen werden sie nun nach einfachen Sehtests verteilt. Patienten mit diffizieleren Problemen werden an die nächsten Krankenhäuser mit Augenabteilungen verwiesen. Konkret heißt das mindestens einen Tag Fußmarsch bei guter Kondition. Auch müssen diese Untersuchungen und Brillen (wie alle Behandlungen und Materialien) vom Patienten bezahlt werden. Es hat sich bewährt, für diese Situationen Bargeld dabeizuhaben. Gegen eine Unterschrift und (wenn möglich) Angabe der mobile Nummer statten wir die Patienten mit dem nötigen Geld aus. Dies ist nur Dank der vielen Spenden für unsere Medizinprojekte möglich!

Rainer bekommt das ganze Spektrum möglicher Krankheiten zu sehen. Einfache Erkältungen, chronische Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen aller Art. Bei dem harten Alltag hier ist das nicht verwunderlich. Abgeschnitten von medizinischer Grundversorgung und unzureichend von Healthworkern mit schlechter Grundausbildung betreut zeigen sich aber auch schwere Krankheitsbilder bei den Patienten. Frakturen, die nicht versorgt wurden und irgendwie zusammenwuchsen. Erblindung mindestens eines Auges nach Arbeitsunfällen oder Insektenstichen ins Auge. Tumore, fragliche Einblutungen, unversorgte Hernien,  problematische Hauterkrankungen, Narben nach Verbrennungen… Die Liste lässt sich mit unklaren Lymphknotenschwellungen bei Kindern, schweren Mittelohrentzündungen und erschreckender Mangelernährung fortsetzen. Bei akuten Wundversorgungen oder kleinen Eingriffen ist Petra immer hilfreich zur Stelle und unterstützt Rainer. Auch sie hat großartig Spenden gesammelt, die nun hier eingesetzt werden können. Danke Petra!!





In diesen Tagen dauern die Sprechstunden bis in den späten Abend an und eine der Herausforderungen ist, Menschen, die drei und mehr Stunden gelaufen kamen auch rechtzeitig wieder auf den Heimweg schicken zu können.

  • Die nächsten workshops sind den praktischen Übungen zur Ersten Hilfe gewidmet. Eifrig werden stark blutende Wunden, Kopfverletzungen, Stichverletzungen und Frakturen aller Art versorgt. Transportverbände sind besonders wichtig, da normalerweise weder Jeeps noch Helicopter das Dorf erreichen.  Das nötige Übungsmaterial (vor allem elastische Binden) bekamen wir wieder aus verschiedenen Reutlinger Praxen gespendet. Danke!!







Training ist wichtig

 



Interessierte Zaungäste


Inzwischen gibt es eine Liste mit Namen von Patienten, die nach Kathmandu, Dharan oder Biratnagar zur Diagnostik und Therapie kommen müssen. Pramika und Bikash kontaktieren verschiedene Krankenhäuser und organisieren Transportmöglichkeiten. In den nächsten Wochen und Monaten werden wir durch sie kontinuierlich informiert, was an weiterer Betreuung nötig ist.

Im letzten Teil der workshops geht es um Hausmedizin. Was kann man tun, wenn es keine ärztliche Betreuung und keine Medikamente gibt? Besonders für die Familien mit Kindern ist das immer sehr interessant und es geht lebhaft zu.



Als erfahrene und engagierte Hebamme besteht Pramika darauf, dass in ihrem Unterricht zu Frauenthemen, Frauengesundheit und Familienplanung die Männer dabei sind. Interessant, die verschiedenen Reaktionen zu beobachten.

Parallel zu den Sprechstunden schulen wir die Mitarbeiter/innen des Health Post. Sauberkeit muss an erster Stelle stehen, vorausschauende Materialbeschaffung und sorgfältiger Umgang mit diesen, ein waches Auge für besondere Krankheitssymptome, um rechtzeitig solche Patienten weiterzuschicken…
Für einen kurzen Besuch in der Schule (etwa 700 Schüler) reicht die Zeit. Der Direktor und sein Kollegium freuen sich und wir können die Frage des sauberen Trinkwassers ansprechen. Viele Kinder und Erwachsene sahen wir mit Wurmerkrankungen und Diarrhoe. Eine Möglichkeit wäre, einen Wasserfilter PAUL an der Schule aufzustellen. Zu dieser Frage werden wir in Kontakt bleiben.

Teilnahmezertifikate und Wegegeld verteilen wir am Schluss dieser randvollen Tage. Auch das ist Dank der Spenden möglich. Freundlich werden wir verabschiedet und gebeten, wiederzukommen.




Die Fahrt zum nächsten geplanten Einsatzort Kulung beginnt etwas unfreundlich. Der Fahrer des Jeeps besteht auf dem Doppelten des vereinbarten Preises (was wir ablehnen) und ist erst nach Diskussionen live und per Telefon zur Abfahrt zu bewegen. Wieder kommen wir gut durch die Zuflüsse des Arun und erreichen nach gut drei Stunden Kulung. 

Deutlich größer ist dieser Ort und der Health Post ist gepflegt und sauber! Das Personal steht für den Empfang mit Blumenketten und Seidenschals (Katas) bereit und ist hochmotiviert für die nächsten Tage. Es ist eine Wohltat! Nach einem Rundgang durch die Räume beziehen wir unser “Hotel” und bereiten uns auf die Sprechstunden der nächsten Tage vor

 

TIKA zur Begrüßung


  •  Dank des geschulten Personals geht es trotz hohem Andrang geordneter zu. Das Spektrum der Krankheiten ist ähnlich und auch hier werden Patienten in anderen Krankenhäusern betreut werden müssen. Es hat sich herumgesprochen, dass Pramika das mobile Ultraschallgerät dabei hat. Im Frühjahr absovierte sie mit unserer Unterstützung einen Sonografiekurs im Dhulikel-Hospital in Kathmandu. So kommen viele schwangere Frauen zu ihr und es  ist eine Freude zu sehen, wie sicher und empathisch ihr Umgang mit ihnen ist.

 




Erschüttert sind wir alle, als eine Patientin mit einer etwa 30%igen Verbrühung gebracht wird. Arm, Bein und Oberbauch sind fragwürdig  verbunden und natürlich schon superinfiziert. Das Krankenhaus in Khandbari hatte sie in diesem Zustand nach Hause geschickt. Zum Glück haben wir passendes Verbandsmaterial dabei und können die Patientin jeden zweiten Tag frisch verbinden. So sehen wir auch den erstaunlich schnellen Heilungsfortschritt!



Am Ende dieser Tage in Kulung versammelt sich das gesamte Bezirkskommitee um uns zu verabschieden. Es ist sehr anrührend, diese Dankbarkeit zu erleben. Natürlich sollen wir wiederkommen.


Zurück in Kathmandu arbeiten wir die Einkaufslisten für Salewa und Kulung ab. Medikamente, Salben und ein Blutzuckermessgerät werden besorgt. Bhala organisiert den Transport in die Health Posts.




Es folgen Meetings mit möglichen Kooperationspartnern nächster Projekte aus England und Nepal. Eventuell begleitet uns nächstes Jahr ein junger Arzt aus Kathmandu und das Team einer Augenklinik aus Tumlingtar. So ist es wie immer, dass nach dem Einsatz vor dem Einsatz ist!




Allen, die uns bis hierher unterstützt haben und es weiter tun wollen, danken wir von Herzen!!  Spendenkonto  :  Volksbank in der Region eG

BIC: GENO DES 1 VBH  - IBAN: DE61 6039 1310 0336 9550 06

Dherai,dherai dhanyabaad – Many Thanks ! Pheri bheTaulaa ! See you soon ! Bis bald !


Nachtrag 30.11.2022

Medikamentenpakete sind zeitnah in Salewa und Kulung übergeben worden !


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SOMMER - HERBST 2022


Der heiße Sommer ist schnell vergangen. Regelmäßig erhielten wir Berichte unserer Partner aus den Dörfern. Die kranken Kinder sind weiter in medizinischer Betreuung und unter unserer telemedizinischen Beobachtung. In den letzten Monaten und Wochen kamen neue Anfragen nach konkreter Unterstützung hinzu.

Die politische und medizinische Situation  in Nepal ist instabil und Hilfe tut not. Neben der Coronaepidemie, Denguefieberwelle  kommen noch die Zerstörungen durch den Monsun hinzu.


Kathmandu post 10.10.2022 :

According to the Department of Roads, 28 highways across the country saw obstructions, and other roads were obstructed in 128 places as of Friday afternoon.

Kathmandu post:
Government set to declare a dengue epidemic, September 19, 2022
Landslides in Achham on Friday killed 22 people. In Kanchanpur and Kailali, floodwaters inundated several settlements and displaced hundreds. September 20, 2022
Darchula floods, landslides leave five dead and 10 missing
The disasters triggered by heavy rainfall have injured at least eight people, police say
The flooded Lasku stream destroyed a suspension bridge and a motorable road linking Duhun and Mahakali.


Dank vieler Spenden können wir mit einem Team und reichlich medizinischer Ausrüstung im November wieder zu einem neuen Hilfseinsatz starten.
Es sind workshops, Sprechstunden und Aufrüstung der Krankenstationen gewünscht.  
„Pheri bhe Taulaa“  Bis bald !

Dem Strickkreis Engstingen danken wir für jahrelange Unterstützung!

Vielen Dank ! Venenpraxis Reutlingen
Sachspenden vom DAV Reutlingen

Auch hierfür herzlichen Dank !

Vielen Dank! Sonnenapotheke Reutlingen Herrn Merz und Team

Ein Unterstützer seit Jahren ! Vielen Dank !!

Vielen Dank den Hebammen des Klinikum Reutlingen!


Allen, die uns bis heute begleitet und unterstützt haben, danken wir ganz herzlich!










WINTER 2022
Ein herzliches „Namaste“ allen Besuchern der Website.
Es gibt die guten Nachrichten aus Nepal.

Seit Jahresbeginn 2022 konnten viele Aktivitäten durch unsere
Partner fortgeführt werden:
Pema Doma Sherpa war mit warmen Kinderjacken und Winterkleidung
für die Dorfbevölkerung unterwegs.







Die im November eingekauften Medikamente haben alle die Krankenstationen erreicht. Die Patienten, denen wir Unterstützung zusagen konnten, sind
operiert oder noch in Behandlung. Auch die Fahrtkosten nach Kathmandu, sowie Unterbringung der Angehörigen und Verpflegung konnten übernommen werden.






Die zum Teil chronisch kranken Kinder aus Chheskam, Gudel und Tumao werden kontinuierlich unterstützt und besuchen alle die Schule.
Es sind kleine Schritte, die doch den Familien so viel bedeuten. Herzlich danken wir für alle Unterstützung und die Bereitschaft vieler Einzelner, sich zu engagieren!






Nepali Rotznäschen e.V.
Medizinische Projekte
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Jahresende 2021

Allen Unterstützern, Freunden und Begleitern unserer Arbeit in Nepal danken wir mit einem herzlichen "Namaste"!

Wir wünschen Ihnen/Euch eine gute Advents- und Weihnachtszeit!


Nepali Rotznäschen e.V.

Medizinische Projekte

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Medizinischer Hilfseinsatz November 2021

Nach intensiven Wochen des Einsatzes in unseren Projektdörfern ist unser kleines Team – Claudia & Joachim Stall, Dr. Rainer & Anne Claußnitzer – zurück in Deutschland.

Erwartet wurden wir in Kathmandu von Pema Doma Sherpa (Ngima Dawa Foundation) und unserem Projektkoordinator Bhala. Sie beide hatten vor allem für Genehmigungen gesorgt und die Logisitk des Einsatzes mit ausgearbeitet.

Pema Doma Sherpa (NDF) & Krankenschwester Anne Claußnitzer

Krankenschwester Claudia Stall

Fotograf & Dokumentarfilmer Joachim Stall

Dr. mrd. Rainer Claußnitzer

Hebamme Pramika Maharjan und Übersetzer Bikash Shrestram waren ebenfalls bestens vorbereitet, so dass wir zügig das umfangreiche medizinische Material für die Dörfer und Healthposts in Jeeps packen und uns auf den Weg machen konnten.

Pramika Maharjan (Hebamme) & Bikash Shrestra (Übersetzer)

Medizinisches Material für die Healthposts

Skripte für alle Kurrsteilnehmer

Der Monsun war dieses Jahr wieder außerordentlich heftig und lang andauernd gewesen, so dass einige Passagen der Straße nur gerade so eben von Erdrutschen freigebaggert waren und die Fahrt entsprechend holprig voranging.

Nach Zwischenstopp am Pattale-Pass auf ca. 3000m Höhe erreichten wir unser Projektdorf Chheskam. Nach fröhlicher Begrüßung (2019 hatten wir hier eine Woche lang unterrichtet) war vieles zu besprechen – von der Pflege des Healthposts angefangen, über Patientenbetreuung bis hin zu möglicher finanzieller Unterstützung für Waisenkinder und sehr kranke Kinder. Pramika zeigte sich zufrieden über den Zustand des Entbindungsraums und des „Baby-Warmers“, den sie letztes Jahr – trotz Coronabeschränkungen – ins Dorf bringen konnte. Patienten kamen, die in den vergangenen zwei Jahren dank Unterstützung behandelt werden konnten.

 


Abenteuerliche Straßen nach dem Monsun

Ausblick vom Pattale-Pass

Genesene kleine Patientin

So verging die Zeit schnell und unser Team machte sich mit einigen Trägern wieder auf den Weg. Die Dörfer Gudel und Tumao waren das eigentliche Ziel. Unterrichtseinheiten für Volunteers (erfahrene Dorfhelferinnen ohne medizinische Ausbildung), Mitarbeiterinnen der Healthposts und für Interessierte aus den Dörfern waren vorbereitet.






Das gute Wetter ermöglicht den Unterricht komplett im Freien.


Zunächst wurden alle Kursteilnehmer/innen auf Covid getestet und es gab keinen positiven Fall zu vermelden – die Dörfer dieser Region sind durchgeimpft.


Pramika konnte als erfahrene Hebamme ein breites Spektrum unterrichten und viele viele Fragen der Teilnehmerinnen beantworten.


Auch kamen schwangere Frauen aus der ganzen Umgebung und das mobile Sonografie-Gerät kam ebenso zum Einsatz, wie der Fetal-Doppler, den wir zu sehr günstigen Bedingungen für diesen Einsatz erwerben konnten.


Parallel lief der Basisunterricht für die Dorfbevölkerung in Erster Hilfe, Hygiene, Ernährung, Disaster-Management und Hausmedizin (ohne Medikamente, ohne ärztliche Hilfe). Viele Fragen waren zu beantworten und die praktischen Übungen zur Ersten Hilfe sorgten für fröhliche Stimmung.





Es hatte sich herumgesprochen, dass ein „German Doctor“ vor Ort ist und so mussten einige Notfälle angesehen, behandelt und zum Teil direkt ins Krankenhaus nach Kathmandu geschickt werden. Hier konnten wir die Fahrtkosten übernehmen und die Kostenübernahme für Diagnostik und Therapie zusagen. Diese Patienten wurden auch auf Covid getestet, wiederum ohne einen einzigen positiven Fall.







Die Healthposts in Tumao und Gudel fanden wir in einem sehr sauberen und geordneten Zustand vor, so dass wir viel medizinisches Material in kompetente Hände geben konnten.



Am Ende der sehr erfüllten Tage kam von vielen Teilnehmern die Bitte, unbedingt wieder zu kommen und noch wesentlich mehr zu unterrichten.

Pramika und Bikash übersetzten die vielen Dankesreden und später auch die ausführlichen schriftlichen Rückmeldungen zu den Kursen. Alle Teilnehmenden bekamen zum Abschluss eine Tasche mit Material für die Erste Hilfe und die Zusammenfassung der Unterrichtsinhalte in schriftlicher Form überreicht.



Auf der Rückfahrt gab es einen kurzen Zwischenstopp in Okhaldhunga. Ins dortige Missionsspital hatten wir Patienten geschickt und konnten hier medizinisches Material übergeben. Der Leiter unterrichtete uns auch über die Corona-Situation vor Ort.









Oberhalb von Salleri besuchten wir wieder den zu einem Kloster gehörenden Healthpost. Die dortige Ärztin ist in Schulmedizin und traditioneller tibetischer Medizin ausgebildet und betreut die ganze Region. Der freundliche Leiter des Klosters führte uns.

Auch in Salleri machten wir Halt. In der White Hill School werden sehr viele Patenkinder von Nepali Rotznäschen e.V. und der Ngima Dawa Foundation unterrichtet. Der Erste-Hilfe-Raum ist in einem guten Zustand und wir versprachen dem Direktor weitere Unterstützung.




Zurück in Kathmandu waren die langen Einkaufslisten für die Healthposts abzuarbeiten und der Transport in die Dörfer zu organisieren. Pramika und Bikash werden Medikamente, Handschuhe, Desinfektionsmittel, Verbandsmaterial und Wärmflaschen überbringen.



Pramika wurde für ihre weitere Arbeit das mobile Sonografie-Gerät übergeben.



Auch besprachen wir den Einkauf warmer Kinderjacken für die beiden Dörfer. Die Pandemie hat zur weiteren Verarmung vieler Familien beigetragen. Zahlreiche schlecht angezogene und mangelernährte Kinder sahen wir. Die Kleidung soll im Dezember Tumao und Gudel erreichen.

Pema Doma Sherpa wird sich mit Mitarbeitern der Ngima Dawa Foundation auf den Weg machen, um die Kleidung zu verteilen.


Seit nunmehr zwölf Jahren sind wir in verschiedenen Regionen Nepals unterwegs gewesen, um Menschen in abgelegenen armen Dörfern etwas mehr Wissen und Kompetenz zu vermitteln, wie sie vor allem gesundheitliche Probleme im oft sehr harten Alltag besser handhaben können. Während der Pandemiezeit waren sie oft auf dieses wenige Wissen und die unzurreichenden Vorräte in den Healthposts angewiesen. Das Team um Pramika und Pema Doma Sherpa hat in dieser Zeit Großartiges geleistet! Positiv stimmt uns die Tatsache, dass mobile Impfteams in der Region gut gearbeitet haben und die Hoffnung besteht, dass sich Covid hier nicht weiter ausbreitet. Wir erlebten wieder den Kontrast zwischen wunderbarer Landschaft und oft sehr arrmen, medizinisch unterversorgten Bewohnern.

Möglich wurde der Einsatz dank großartiger finanzieller Unterstützung durch viele Einzelne, denen wir von ganzem Herzen danken!


September/Oktober 2021

Vorfreude und Spannung steigen und die Packsäcke füllen sich mit Material für unseren medizinischen Hilfseinsatz. Das Programm für Unterricht und Sprechstunden in den Projektdörfern ist ausgearbeitet und genehmigt. Derzeit erlaubt die Pandemie-Situation die Einreise und dies möchten wir nutzen. Vieles ist zu besprechen und zu überprüfen.



Pema und Bhala haben Medikamente und Schutzmaterial eingekauft – der Bedarf in den Healthposts ist groß. Hebamme Pramika wird uns wieder begleiten und den Schwerpunkt Frauengesundheit unterrichten. Sie hat ihr Studium als Jahrgangsbeste abgeschlossen!

Dank der Spenden konnten wir sie während der Ausbildung unterstützen und auch während der Pandemie Medikamente, Schutzmasken und Handschuhe für die Healthposts finanzieren. Einige Patienten wurden im Krankenhaus in Kathmandu erfolgreich behandelt.

Über weitere Unterstützung freuen wir uns natürlich und schicken bei vollständiger Adressangabe gern die Zuwendungsbescheide.

Nepali Rotznäschen e.V.

Medizinische Projekte

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August 2021

Die guten Nachrichten zuerst:

Pramika hat ihr Studium abgeschlossen, die praktische Prüfung absolviert und die Bachelor-Arbeit eingereicht – wir freuen uns mit ihr und gratulieren!

Auch den zuletzt von ihr betreuten Patientinnen und Patienten geht es besser. Ein kleiner Ausschnitt des Schriftwechsels zeigt das. „Dr. Rainer“ stand per Telemedizin ratgebend zur Seite.

Kritisch ist nach wie vor die Corona-Lage. Mit der Delta-Variante haben sich viele weitere Menschen infiziert und Impfstoff ist knapp. Dennoch will Pramika Medikamente, Hygiene-Material und Ausrüstung gemeinsam mit ihrem Bruder wieder zu den Health-Posts unserer Projektdörfer bringen.




Gesendet: Samstag, 14. August 2021 um 15:43 Uhr
Von: "pramika maharjan" <pramikamaharjan1992@gmail.com>
An: "Rainer Claussnitzer" <rainer.claussnitzer@gmx.de>
Namaste Dr Rainer and Anne,

We are planning to travel to Cheskam coming Wednesday and will be staying there for 2 days for information collection and visit to the child with injured head and obese children as jeep reach only to bung may be it will take 2 days to reach Cheskam ...and while returning back from Cheskam the child with ostomy also need to come for follow up along with obese children if possible so I think we need to reserve the jeep while coming back to KTM and I have asked for jeep charges it will cost 45000 for reservations as the roads are not good and due to increase in price of diesel the cost has also increased nowadays....while going to Cheskam we won't reserve the jeep  and will stay in Patale that day and will travel to Cheskam next day in other jeep....will that be ok for you??? Please respond soon as we need to confirm seats in jeep....I have got all medicines as your list and I have also received some list from Tumao healthpost  too I have sent you in telegram, please check and reply soon.

With regards 

Pramika 

Für jede Unterstützung  sind wir dankbar, zumal die Planungen für einen medizinischen Hilfseinsatz noch dieses Jahr langsam konkreter werden.

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Juli 2021

In Nepal ist Monsunzeit. Heftig und lang andauernd strömen die Wassermassen. Brücken sind weggerissen, durch Erdrutsche Pisten, Straßen und Häuser verschwunden, Menschen starben... Was in Deutschland in diesem Sommer die Schlagzeilen beherrscht, ist in Nepal jedes Jahr zu erwarten.

Eine gute Nachricht: die 11-jährige Jenisha hat die Operation nach dem Darmverschluss gut überstanden. Sie erholt sich und die Familie ist sehr froh über diesen Verlauf - danke allen, die mit ihrer finanziellen Unterstützung diese Behandlung ermöglichten!











Ein weiterer Notruf erreichte uns aber gleich nach wenigen Tagen:                                                                                                                                       Vater und Sohn erlitten schwere Verbrennungen; die Finanzierung der Behandlung konnten wir auch hier zusagen! Pramika leistet eine sehr zuverlässige und verantwortungsbewusste Arbeit. Wir sind sehr dankbar, sie und das Team vor Ort zu haben.

Über Spenden freuen wir uns. Bei Angabe der vollständigen Adresse werden Bescheinigungen ausgestellt - Danke!

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Pramika 13.07.2021        Burn accident

Anne I got one case to inform you but this case is from Mahottari, burn case  due to explosion of gas stove  ...can you please do some support for this case.

Father and child of 5 yrs got burn due to explosion of gas stove...they have been treating in kirtipur hospital where I used to work before. They have been admitted in Kirtipur hospital since 3 weeks.

I have asked many other organizations for help but they all are refusing for help. Most of the organization I know usually work for pregnant woman and infants so they are refusing to help them.

They are going through financial problems so they have asked me if I could help them in any way....

So if you could even consider small help please do inform me ...since they are from Terai region I’m not sure you could be able to help or not but please help if you can.







Gesendet: Freitag, 16. Juli 2021 um 12:11 Uhr
Von: "pramika maharjan" <pramikamaharjan1992@gmail.com>
An: "Rainer Claussnitzer" <rainer.claussnitzer@gmx.de>
Betreff: Re: burn accident

Thank you so much for all your support of whole team....I visited both  patients (father and child) at Kirtipur hospital today and they told that hospital will provide  50 percent discount to one patient (father) only not for both patients in hospital charges that includes bedcharge, dressing charge and operations charge  but not in medication charge as hospital too need to pay for medicines....and the amount sent from abroad was 1,00,000 NRS ....but it is not enough to clear all hospital charges  as it will take much more time to get well in case of both patients .....so in that case is it ok if we take remaining expenses of both patients???I have messaged Anne regarding fooding expenses but today when I visited hospital I cleared all their misunderstanding ...they are from Terai region so they  hardly understand Nepali language ....so they misunderstood about discount issue that will be given from hospital....

With regards 

Pramika


Mai 2021

 

Herausfordernde Wochen liegen hinter unserem Team in Nepal und uns hier in Deutschland. Der „Corona-Tsunami“ jagt von Indien kommend seit Wochen durch das Land. Wieder ist das dichtbesiedelte Kathmandutal besonders betroffen, die Menschen fliehen wieder in ihre Heimatdörfer und tragen das Virus in die Ortschaften.

Die Behandlungskapazitäten sind erschöpft, medizinischer Sauerstoff ist knapp. Indien benötigt den im Land produzierten Impfstoff selbst, beliefert weder das Nachbarland Nepal noch die anderen Vertragspartner rund um den Globus.

Ein Hilferuf erreichte uns und das Team aus einem der Projektdörfer. Die 11-jährige Jenisha erkrankte an einem Darmverschluss, wurde insgesamt acht Tage in zwei Health-Posts „behandelt“, ehe es unserer Pramika gelang, sie mit dem Helicopter nach Kathmandu fliegen zu lassen. Gerade noch rechtzeitig konnte sie operiert werden, musste aber nach vier Tagen das Krankenhaus verlassen, da alle verfügbaren Betten für Covid-Patienten gebraucht werden. Derzeit erholt sie sich bei Verwandten in Kathmandu und wird unter „Dr. Rainers“ telemedizinischer Beratung von Pramika betreut. Projektkoordinator Bhala schrieb per Mail: I am very thankful that you helped the poor people in Mahakulung for their treatment. Jenisha has gradually improved her health. Her parents are very happy with that and said thank you for your support.


 


GOVERNMENT OF NEPAL

MINISTRY OF HEALTH & POPULATION

Kanti Children's Hospital

Maharjgunj,Kathmandu Nepal

Regarding the child, she is admitted in kanti children's hospital at maharajgunj ... Operation has been successfully done (exploratory laparotomy with ileostomy ) but I think it will take time to get discharged. I will see her tomorrow at hospital ....I am in contact with the parents ...she is getting better....I will collect all the bills if possible would you please contact Pema and tell her to handover some amount so that I can give to her parents.i will keep updating about the case.

With regards

Pramika



Weiter schreibt Bhala zur Pandemie-Situation:                                                                                                                                

The second stage of pandemic COVID has reached from village to village. There is a lockdown all over in Solukhumbu, Salleri. Antigen test is going on in Mahakulung. I came to hear that a lot of people are tested positive. Please let me know if we can support them. 

Schutzmaterialien, Desinfektion, Handschuhe und auch wieder Lebensmittel werden besorgt und über die Partnerorganisation „Ngima Dawa Foundation“ in die Projektregion gebracht.

DESHALB DIE HERZLICHE BITTE, DIESE ARBEIT AUCH WEITERHIN ZU UNTERSTÜTZEN!

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Spendenbescheinigungen werden bei vollständiger Angabe von Name und Adresse umgehend versandt.


Januar 2021

Pema Doma Sherpa von der Ngima Dawa Foundation, Hebamme Pramika, Projektkoordinator Bhala und viele mit uns vernetzte Freunde unterrichten uns regelmäßig über die Situation im Land.

Der monatelange Lockdown brachte viele Menschen in eine wirtschaftlich prekäre Situation. Nahezu zum Erliegen ist der Tourismus gekommen, eigene Erzeugnisse können nicht mehr verkauft werden, Einkünfte fallen weg.

Nun nehmen auch die politischen Unruhen zu. Für das Frühjahr sind Neuwahlen angesetzt.

Gute Nachrichten gibt es auch. Pramika absolviert weiter hochmotiviert ihr Studium. Sie hält Kontakt zu den Projektdörfern und ist über den Zustand der Patienten informiert. Bei Bedarf gibt es telemedizinische Beratung aus Reutlingen, die Finanzierung von Diagnostik und Therapie und die Vermittlung weiterer Unterstützung der Betroffenen und ihrer Familien.

Derzeit läuft ein weiteres Praktikum im ländlichen Raum, welches Pramika auch für Weiterbildungsangebote an die Dorfbevölkerung nutzt. Engagiert unterrichtet sie zu Frauen- und Kindergesundheit und zur Corona-Prophylaxe.

An ihrem derzeitigen Einsatzort Dolakha wird gerade der Impfstart mit einem Vakzin aus Indien vorbereitet.

Unterricht fürs Personal

Die Präsentationen erstellt Pramika selbst





Arbeit im Kreißsaal der Krankenstation

Auch hier gibt es einen Babywarmer

Ordnung braucht es für die Arbeit






Der Ort Dolakha

Vorbesprechung für die Impfungen

Impfzelt





Allen unseren Unterstützern, langjährigen Begleitern und Freunden unserer Arbeit in Nepal

wünschen wir von Herzen ein gutes Jahr 2021!

Danke für die Treue bis hierher.

Es warten viele neue Herausforderungen und Aufgaben.

 

 

November 2020

 Eigentlich sollten wir um diese Zeit wieder in Nepal sein; unterrichten, Sprechstunden abhalten, Medikamente und medizinisches Material übergeben. Das kleine Virus verhinderte diesen Einsatz erfolgreich.

Unterstützern, Freunden und Interessierten an unserer Arbeit in Nepal können wir dennoch gute Nachrichten weitergeben:




 Trotz Corona-Beschränkungen und vielfältiger Probleme der Menschen im Alltag ist es gelungen, nochmals ein Team zu unseren Projektdörfern zu entsenden. Pramika Maharjan (Hebamme), ihr Bruder Prashish (Ingenieur) und Projektkoordinator Bhala konnten wiederum Medikamente, Desinfektionslösung und zwei wichtige Geräte vor Einbruch des Winters an die Krankenstationen (Health Posts) Chheskam und Tumao übergeben.

Der „Babywarmer“ ist in dieser Zeit besonders wichtig, da es empfindlich kalt werden kann und die Mutter mit dem Neugeborenen etwa 24 Stunden unter Beobachtung im Health Post bleiben sollte.







Aber auch das Otoskop („Ohrenspiegel“) ist in der kalten Jahreszeit essentiell, um eine Diagnose stellen zu können und die passenden Medikamente zu übergeben.Prashish installierte den „Babywarmer“ und erklärte dem Personal die genaue Handhabung. Auf Anfrage des Schulleiters unterrichtete er noch einige Schulstunden Informatik für die Oberstufe.

       



 Pramika unterrichtete vor allem zu Geburtskomplikationen, da eine junge Frau, die sie im Sommer noch gesehen hatte, nach der Entbindung Ende September verstarb.





 



Viele Patienten wurden zu ihr gebracht und „Dr. Rainer“ konnte – auch dank des kollegialen Netzwerkes hier zu Hause! – telemedizinisch beraten.

Als dann aber ein 11-jähriger bewusstloser Bub gebracht wurde, der durch einen Steinschlag eine Impressionsfraktur erlitten hatte, war schnelles Handeln gefragt: wir konnten dank Eurer/Ihrer Spenden Kostenzusage erteilen, der Helikopter flog das Kind ins Traumazentrum nach Kathmandu, wo es erfolgreich operiert wurde. Die Entlassung nach Hause steht kurz bevor.





Herzlichen Dank an Alle!!

   

Bhala organisierte in den letzten Wochen das Programm „cash and food for work“ für seinen Distrikt mit. Hier werden auch mit Unterstützung der Ngima Dawa Foundation arme Familien unterstützt, die jetzt in Corona-Zeiten keine Einkommen haben, weil z.B. Träger, Kochpersonal oder Tourenführer für Touristen nicht gebraucht werden. Für Wegebau, Müllbeseitigung in den Dörfern und ähnliche Arbeiten werden sie entlohnt, um genug zum Leben zu haben. Wir froh, dank Eurer/Ihrer Spenden dieses Überlebensprogramm unterstützen zu können! Einfach aber wahr: wer genug zu essen hat, wird nicht so schnell krank…





    



Sehr gut ist die Zusammenarbeit mit unserer Partnerorganisation „Ngima Dawa Foundation“ – namentlich Pema Doma Sherpa – in Kathmandu und wir danken von Herzen dafür!

Dr. Friedrich Feurer, Dr. Rainer & Anne Claußnitzer mit dem med. Team

 

 Nepali Rotznäschen e.V.

Spendenkonto VR Bank Tübingen eG

Medizinische Projekte
IBAN: DE53 6406 1854 0064 4430 27

 


 


Die guten Nachrichten!

Herzlich danken wir allen, die sich auch in Pandemie-Zeiten über die Landesgrenzen hinaus engagieren. Ohne diese Unterstützung wäre der Einsatz in unseren Projektdörfern unter erschwerten Bedingungen nicht möglich gewesen. Wir hoffen sehr, dass diese Hilfe weiterhin möglich sein wird.


 





 

 



 



Es ist Sommer geworden

Auch in Kathmandu gibt es Proteste. Viele Nepali arbeiten im Ausland und ernähren damit ihre Familien zu Hause.

Nun fehlt das Einkommen und oft sitzen die Arbeiter in unwürdigen Unterkünften der Arbeitgeber fest.


Pramika wird in ihrem Studium zur Hebamme von uns unterstützt. Sie war mehrfach zu den Hilfseinsätzen als Übersetzerin und Lehrerin mit uns unterwegs. Sie absolvierte Schulungen und unterrichtet nun selbst. Hygiene und Schutzmaßnahmen sind die wichtigsten Inhalte.Sie hat das zweite Jahr des Studiengangs erfolgreich abgeschlossen und engagiert sich in der vorlesungsfreien Zeit.


Wieder ist eine Prüfung geschafft!


 






Die Versorgung von Patienten ist schwieriger geworden, zumal die Krankenstationen oft keinen Nachschub an Medikamenten und Schutzausrüstung bekommen.

Die Situation hat sich nicht verbessert. Die Infektionszahlen steigen und für viele Menschen ist die Lage exisistenzbedrohend.


Im Mai konnten wir den Verein LiScha e.V. finanziell unterstützen, damit die Ärmsten in den Dörfern mit Lebensmitteln versorgt werden konnten.








Menschen, die positiv getestet wurden, müssen in Quarantäne, oft in solchen Unterkünften.

Nepal im April 2020


 

Die Luft ist klar über Kathmandu.


Straßen und Plätze sind leer. Die Ausgangssperre wird von Polizeiund Militär überwacht.

Für viele Menschen wird das Problem mit jedem Tag größer: sie haben keine Einkünfte und oft auch keine finanziellen Rücklagen. Auch der so wichtige Tourismus ist zum Erliegen gekommen.

Ein Ende der strikten Maßnahmen ist nicht abzusehen.



Eines unserer Projektdörfer im Solu Khumbu Gebiet ist Salleri.

An der White Hills School werden 400 bis 500 Schüler unterrichtet.

Die sanitären Anlagen sind dringend renovierungsbedürftig. Wasserleitungen müssen erneuert und solide Abwassersysteme gebaut werden.




Die Schulküche muss nach hygienischen Mindeststandards umgebaut werden und der Schulhof so befestigt, dass die Verletzungsgefahr geringer wird.

Wir haben hier Hygiene und Erste Hilfe unterrichtet. Jetzt darf es nicht bei der Theorie bleiben.


Wegen der häufigen Verletzungen der Kinder ist von uns ein Sanitätsraum eingerichtet worden, der aber weitere Ausstattung benötigt.

Ein Lehrer wurde als Verantwortlicher verpflichtet, Raum und Material in Ordnung zu halten.






Mit dem Prinzipal vereinbarten wir, dass die Bauvorhaben von uns unterstützt werden.

 


Unsere Partner von der Ngima Dawa Foundation in Kathmandu haben ein

Gutachten in Auftrag gegeben und einen Kostenvoranschlag erstellt.

 Die Corona-Pandemie und der flächendeckende Lockout auch in Nepal haben die Arbeiten bis jetzt verzögert.






Zeitungsbericht GEA vom Januar 2020

"Wir machen weiter!" 
Den neuen Zeitungsbericht vom GEA im Januar 2020 können Sie in der nebenstehenden pdf-Datei nachlesen.








Medizinischer Einsatz im Dezember 2019

Wieder sind wir unterwegs in Nepal, zu wenig bekannten Orten und Menschen, die z.T. noch nie einem Arzt begegnet sind.  

Schwer mit medizinischer Ausrüstung bepackt reisen wir an. Wieder haben Ranjit von der Organisation Multi Adventure und Pema von der Ngima Dawa Foundation alles bestens vorbereitet; per Jeep verlassen wir Kathmandu, um dann stundenlang von versierten Fahrern über ausgewaschene und abgebrochene Pisten, die Folge vom Erdbeben und Monsun sind, manövriert zu werden, um zu erleben, wie gekonnt die Fahrzeuge durch Flüsse und tiefe Schlaglöcher gesteuert werden...


Wie es auf der Reise weiter geht und was wir alles erlebt haben können Sie in unserem nachfolgenden Bericht als pdf-Datei nachlesen.