Nepali Rotznäschen e.V. MED
Medizinische Projekte mit Dr. Rainer & Anne Claußnitzer

August 2021

Die guten Nachrichten zuerst:

Pramika hat ihr Studium abgeschlossen, die praktische Prüfung absolviert und die Bachelor-Arbeit eingereicht – wir freuen uns mit ihr und gratulieren!

Auch den zuletzt von ihr betreuten Patientinnen und Patienten geht es besser. Ein kleiner Ausschnitt des Schriftwechsels zeigt das. „Dr. Rainer“ stand per Telemedizin ratgebend zur Seite.

Kritisch ist nach wie vor die Corona-Lage. Mit der Delta-Variante haben sich viele weitere Menschen infiziert und Impfstoff ist knapp. Dennoch will Pramika Medikamente, Hygiene-Material und Ausrüstung gemeinsam mit ihrem Bruder wieder zu den Health-Posts unserer Projektdörfer bringen.




Gesendet: Samstag, 14. August 2021 um 15:43 Uhr
Von: "pramika maharjan" <pramikamaharjan1992@gmail.com>
An: "Rainer Claussnitzer" <rainer.claussnitzer@gmx.de>
Namaste Dr Rainer and Anne,

We are planning to travel to Cheskam coming Wednesday and will be staying there for 2 days for information collection and visit to the child with injured head and obese children as jeep reach only to bung may be it will take 2 days to reach Cheskam ...and while returning back from Cheskam the child with ostomy also need to come for follow up along with obese children if possible so I think we need to reserve the jeep while coming back to KTM and I have asked for jeep charges it will cost 45000 for reservations as the roads are not good and due to increase in price of diesel the cost has also increased nowadays....while going to Cheskam we won't reserve the jeep  and will stay in Patale that day and will travel to Cheskam next day in other jeep....will that be ok for you??? Please respond soon as we need to confirm seats in jeep....I have got all medicines as your list and I have also received some list from Tumao healthpost  too I have sent you in telegram, please check and reply soon.

With regards 

Pramika 

Für jede Unterstützung  sind wir dankbar, zumal die Planungen für einen medizinischen Hilfseinsatz noch dieses Jahr langsam konkreter werden.

Nepali Rotznäschen e.V.

Medizinische Projekte
IBAN: DE53 6406 1854 0064 4430 27

Volksbank Tübingen


Juli 2021

In Nepal ist Monsunzeit. Heftig und lang andauernd strömen die Wassermassen. Brücken sind weggerissen, durch Erdrutsche Pisten, Straßen und Häuser verschwunden, Menschen starben... Was in Deutschland in diesem Sommer die Schlagzeilen beherrscht, ist in Nepal jedes Jahr zu erwarten.

Eine gute Nachricht: die 11-jährige Jenisha hat die Operation nach dem Darmverschluss gut überstanden. Sie erholt sich und die Familie ist sehr froh über diesen Verlauf - danke allen, die mit ihrer finanziellen Unterstützung diese Behandlung ermöglichten!











Ein weiterer Notruf erreichte uns aber gleich nach wenigen Tagen:                                                                                                                                       Vater und Sohn erlitten schwere Verbrennungen; die Finanzierung der Behandlung konnten wir auch hier zusagen! Pramika leistet eine sehr zuverlässige und verantwortungsbewusste Arbeit. Wir sind sehr dankbar, sie und das Team vor Ort zu haben.

Über Spenden freuen wir uns. Bei Angabe der vollständigen Adresse werden Bescheinigungen ausgestellt - Danke!

Nepali Rotznäschen e.V.

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Pramika 13.07.2021        Burn accident

Anne I got one case to inform you but this case is from Mahottari, burn case  due to explosion of gas stove  ...can you please do some support for this case.

Father and child of 5 yrs got burn due to explosion of gas stove...they have been treating in kirtipur hospital where I used to work before. They have been admitted in Kirtipur hospital since 3 weeks.

I have asked many other organizations for help but they all are refusing for help. Most of the organization I know usually work for pregnant woman and infants so they are refusing to help them.

They are going through financial problems so they have asked me if I could help them in any way....

So if you could even consider small help please do inform me ...since they are from Terai region I’m not sure you could be able to help or not but please help if you can.







Gesendet: Freitag, 16. Juli 2021 um 12:11 Uhr
Von: "pramika maharjan" <pramikamaharjan1992@gmail.com>
An: "Rainer Claussnitzer" <rainer.claussnitzer@gmx.de>
Betreff: Re: burn accident

Thank you so much for all your support of whole team....I visited both  patients (father and child) at Kirtipur hospital today and they told that hospital will provide  50 percent discount to one patient (father) only not for both patients in hospital charges that includes bedcharge, dressing charge and operations charge  but not in medication charge as hospital too need to pay for medicines....and the amount sent from abroad was 1,00,000 NRS ....but it is not enough to clear all hospital charges  as it will take much more time to get well in case of both patients .....so in that case is it ok if we take remaining expenses of both patients???I have messaged Anne regarding fooding expenses but today when I visited hospital I cleared all their misunderstanding ...they are from Terai region so they  hardly understand Nepali language ....so they misunderstood about discount issue that will be given from hospital....

With regards 

Pramika


Mai 2021

 

Herausfordernde Wochen liegen hinter unserem Team in Nepal und uns hier in Deutschland. Der „Corona-Tsunami“ jagt von Indien kommend seit Wochen durch das Land. Wieder ist das dichtbesiedelte Kathmandutal besonders betroffen, die Menschen fliehen wieder in ihre Heimatdörfer und tragen das Virus in die Ortschaften.

Die Behandlungskapazitäten sind erschöpft, medizinischer Sauerstoff ist knapp. Indien benötigt den im Land produzierten Impfstoff selbst, beliefert weder das Nachbarland Nepal noch die anderen Vertragspartner rund um den Globus.

Ein Hilferuf erreichte uns und das Team aus einem der Projektdörfer. Die 11-jährige Jenisha erkrankte an einem Darmverschluss, wurde insgesamt acht Tage in zwei Health-Posts „behandelt“, ehe es unserer Pramika gelang, sie mit dem Helicopter nach Kathmandu fliegen zu lassen. Gerade noch rechtzeitig konnte sie operiert werden, musste aber nach vier Tagen das Krankenhaus verlassen, da alle verfügbaren Betten für Covid-Patienten gebraucht werden. Derzeit erholt sie sich bei Verwandten in Kathmandu und wird unter „Dr. Rainers“ telemedizinischer Beratung von Pramika betreut. Projektkoordinator Bhala schrieb per Mail: I am very thankful that you helped the poor people in Mahakulung for their treatment. Jenisha has gradually improved her health. Her parents are very happy with that and said thank you for your support.


 


GOVERNMENT OF NEPAL

MINISTRY OF HEALTH & POPULATION

Kanti Children's Hospital

Maharjgunj,Kathmandu Nepal

Regarding the child, she is admitted in kanti children's hospital at maharajgunj ... Operation has been successfully done (exploratory laparotomy with ileostomy ) but I think it will take time to get discharged. I will see her tomorrow at hospital ....I am in contact with the parents ...she is getting better....I will collect all the bills if possible would you please contact Pema and tell her to handover some amount so that I can give to her parents.i will keep updating about the case.

With regards

Pramika



Weiter schreibt Bhala zur Pandemie-Situation:                                                                                                                                

The second stage of pandemic COVID has reached from village to village. There is a lockdown all over in Solukhumbu, Salleri. Antigen test is going on in Mahakulung. I came to hear that a lot of people are tested positive. Please let me know if we can support them. 

Schutzmaterialien, Desinfektion, Handschuhe und auch wieder Lebensmittel werden besorgt und über die Partnerorganisation „Ngima Dawa Foundation“ in die Projektregion gebracht.

DESHALB DIE HERZLICHE BITTE, DIESE ARBEIT AUCH WEITERHIN ZU UNTERSTÜTZEN!

Nepali Rotznäschen e.V.

Medizinische Projekte
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Spendenbescheinigungen werden bei vollständiger Angabe von Name und Adresse umgehend versandt.


Januar 2021

Pema Doma Sherpa von der Ngima Dawa Foundation, Hebamme Pramika, Projektkoordinator Bhala und viele mit uns vernetzte Freunde unterrichten uns regelmäßig über die Situation im Land.

Der monatelange Lockdown brachte viele Menschen in eine wirtschaftlich prekäre Situation. Nahezu zum Erliegen ist der Tourismus gekommen, eigene Erzeugnisse können nicht mehr verkauft werden, Einkünfte fallen weg.

Nun nehmen auch die politischen Unruhen zu. Für das Frühjahr sind Neuwahlen angesetzt.

Gute Nachrichten gibt es auch. Pramika absolviert weiter hochmotiviert ihr Studium. Sie hält Kontakt zu den Projektdörfern und ist über den Zustand der Patienten informiert. Bei Bedarf gibt es telemedizinische Beratung aus Reutlingen, die Finanzierung von Diagnostik und Therapie und die Vermittlung weiterer Unterstützung der Betroffenen und ihrer Familien.

Derzeit läuft ein weiteres Praktikum im ländlichen Raum, welches Pramika auch für Weiterbildungsangebote an die Dorfbevölkerung nutzt. Engagiert unterrichtet sie zu Frauen- und Kindergesundheit und zur Corona-Prophylaxe.

An ihrem derzeitigen Einsatzort Dolakha wird gerade der Impfstart mit einem Vakzin aus Indien vorbereitet.

Unterricht fürs Personal

Die Präsentationen erstellt Pramika selbst





Arbeit im Kreißsaal der Krankenstation

Auch hier gibt es einen Babywarmer

Ordnung braucht es für die Arbeit






Der Ort Dolakha

Vorbesprechung für die Impfungen

Impfzelt





Allen unseren Unterstützern, langjährigen Begleitern und Freunden unserer Arbeit in Nepal

wünschen wir von Herzen ein gutes Jahr 2021!

Danke für die Treue bis hierher.

Es warten viele neue Herausforderungen und Aufgaben.

 

 

November 2020

 Eigentlich sollten wir um diese Zeit wieder in Nepal sein; unterrichten, Sprechstunden abhalten, Medikamente und medizinisches Material übergeben. Das kleine Virus verhinderte diesen Einsatz erfolgreich.

Unterstützern, Freunden und Interessierten an unserer Arbeit in Nepal können wir dennoch gute Nachrichten weitergeben:




 Trotz Corona-Beschränkungen und vielfältiger Probleme der Menschen im Alltag ist es gelungen, nochmals ein Team zu unseren Projektdörfern zu entsenden. Pramika Maharjan (Hebamme), ihr Bruder Prashish (Ingenieur) und Projektkoordinator Bhala konnten wiederum Medikamente, Desinfektionslösung und zwei wichtige Geräte vor Einbruch des Winters an die Krankenstationen (Health Posts) Chheskam und Tumao übergeben.

Der „Babywarmer“ ist in dieser Zeit besonders wichtig, da es empfindlich kalt werden kann und die Mutter mit dem Neugeborenen etwa 24 Stunden unter Beobachtung im Health Post bleiben sollte.







Aber auch das Otoskop („Ohrenspiegel“) ist in der kalten Jahreszeit essentiell, um eine Diagnose stellen zu können und die passenden Medikamente zu übergeben.Prashish installierte den „Babywarmer“ und erklärte dem Personal die genaue Handhabung. Auf Anfrage des Schulleiters unterrichtete er noch einige Schulstunden Informatik für die Oberstufe.

       



 Pramika unterrichtete vor allem zu Geburtskomplikationen, da eine junge Frau, die sie im Sommer noch gesehen hatte, nach der Entbindung Ende September verstarb.





 



Viele Patienten wurden zu ihr gebracht und „Dr. Rainer“ konnte – auch dank des kollegialen Netzwerkes hier zu Hause! – telemedizinisch beraten.

Als dann aber ein 11-jähriger bewusstloser Bub gebracht wurde, der durch einen Steinschlag eine Impressionsfraktur erlitten hatte, war schnelles Handeln gefragt: wir konnten dank Eurer/Ihrer Spenden Kostenzusage erteilen, der Helikopter flog das Kind ins Traumazentrum nach Kathmandu, wo es erfolgreich operiert wurde. Die Entlassung nach Hause steht kurz bevor.





Herzlichen Dank an Alle!!

   

Bhala organisierte in den letzten Wochen das Programm „cash and food for work“ für seinen Distrikt mit. Hier werden auch mit Unterstützung der Ngima Dawa Foundation arme Familien unterstützt, die jetzt in Corona-Zeiten keine Einkommen haben, weil z.B. Träger, Kochpersonal oder Tourenführer für Touristen nicht gebraucht werden. Für Wegebau, Müllbeseitigung in den Dörfern und ähnliche Arbeiten werden sie entlohnt, um genug zum Leben zu haben. Wir froh, dank Eurer/Ihrer Spenden dieses Überlebensprogramm unterstützen zu können! Einfach aber wahr: wer genug zu essen hat, wird nicht so schnell krank…





    



Sehr gut ist die Zusammenarbeit mit unserer Partnerorganisation „Ngima Dawa Foundation“ – namentlich Pema Doma Sherpa – in Kathmandu und wir danken von Herzen dafür!

Dr. Friedrich Feurer, Dr. Rainer & Anne Claußnitzer mit dem med. Team

 

 Nepali Rotznäschen e.V.

Spendenkonto VR Bank Tübingen eG

Medizinische Projekte
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Die guten Nachrichten!

Herzlich danken wir allen, die sich auch in Pandemie-Zeiten über die Landesgrenzen hinaus engagieren. Ohne diese Unterstützung wäre der Einsatz in unseren Projektdörfern unter erschwerten Bedingungen nicht möglich gewesen. Wir hoffen sehr, dass diese Hilfe weiterhin möglich sein wird.


 





 

 



 



Es ist Sommer geworden

Auch in Kathmandu gibt es Proteste. Viele Nepali arbeiten im Ausland und ernähren damit ihre Familien zu Hause.

Nun fehlt das Einkommen und oft sitzen die Arbeiter in unwürdigen Unterkünften der Arbeitgeber fest.


Pramika wird in ihrem Studium zur Hebamme von uns unterstützt. Sie war mehrfach zu den Hilfseinsätzen als Übersetzerin und Lehrerin mit uns unterwegs. Sie absolvierte Schulungen und unterrichtet nun selbst. Hygiene und Schutzmaßnahmen sind die wichtigsten Inhalte.Sie hat das zweite Jahr des Studiengangs erfolgreich abgeschlossen und engagiert sich in der vorlesungsfreien Zeit.


Wieder ist eine Prüfung geschafft!


 






Die Versorgung von Patienten ist schwieriger geworden, zumal die Krankenstationen oft keinen Nachschub an Medikamenten und Schutzausrüstung bekommen.

Die Situation hat sich nicht verbessert. Die Infektionszahlen steigen und für viele Menschen ist die Lage exisistenzbedrohend.


Im Mai konnten wir den Verein LiScha e.V. finanziell unterstützen, damit die Ärmsten in den Dörfern mit Lebensmitteln versorgt werden konnten.








Menschen, die positiv getestet wurden, müssen in Quarantäne, oft in solchen Unterkünften.

Nepal im April 2020


 

Die Luft ist klar über Kathmandu.


Straßen und Plätze sind leer. Die Ausgangssperre wird von Polizeiund Militär überwacht.

Für viele Menschen wird das Problem mit jedem Tag größer: sie haben keine Einkünfte und oft auch keine finanziellen Rücklagen. Auch der so wichtige Tourismus ist zum Erliegen gekommen.

Ein Ende der strikten Maßnahmen ist nicht abzusehen.



Eines unserer Projektdörfer im Solu Khumbu Gebiet ist Salleri.

An der White Hills School werden 400 bis 500 Schüler unterrichtet.

Die sanitären Anlagen sind dringend renovierungsbedürftig. Wasserleitungen müssen erneuert und solide Abwassersysteme gebaut werden.




Die Schulküche muss nach hygienischen Mindeststandards umgebaut werden und der Schulhof so befestigt, dass die Verletzungsgefahr geringer wird.

Wir haben hier Hygiene und Erste Hilfe unterrichtet. Jetzt darf es nicht bei der Theorie bleiben.


Wegen der häufigen Verletzungen der Kinder ist von uns ein Sanitätsraum eingerichtet worden, der aber weitere Ausstattung benötigt.

Ein Lehrer wurde als Verantwortlicher verpflichtet, Raum und Material in Ordnung zu halten.






Mit dem Prinzipal vereinbarten wir, dass die Bauvorhaben von uns unterstützt werden.

 


Unsere Partner von der Ngima Dawa Foundation in Kathmandu haben ein

Gutachten in Auftrag gegeben und einen Kostenvoranschlag erstellt.

 Die Corona-Pandemie und der flächendeckende Lockout auch in Nepal haben die Arbeiten bis jetzt verzögert.






Zeitungsbericht GEA vom Januar 2020

"Wir machen weiter!" 
Den neuen Zeitungsbericht vom GEA im Januar 2020 können Sie in der nebenstehenden pdf-Datei nachlesen.








Medizinischer Einsatz im Dezember 2019

Wieder sind wir unterwegs in Nepal, zu wenig bekannten Orten und Menschen, die z.T. noch nie einem Arzt begegnet sind.  

Schwer mit medizinischer Ausrüstung bepackt reisen wir an. Wieder haben Ranjit von der Organisation Multi Adventure und Pema von der Ngima Dawa Foundation alles bestens vorbereitet; per Jeep verlassen wir Kathmandu, um dann stundenlang von versierten Fahrern über ausgewaschene und abgebrochene Pisten, die Folge vom Erdbeben und Monsun sind, manövriert zu werden, um zu erleben, wie gekonnt die Fahrzeuge durch Flüsse und tiefe Schlaglöcher gesteuert werden...


Wie es auf der Reise weiter geht und was wir alles erlebt haben können Sie in unserem nachfolgenden Bericht als pdf-Datei nachlesen.